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Stückgut oder Komplettladung ab Spanien: der komplette Entscheidungsleitfaden
Sammelgut und Komplettladung lösen unterschiedliche Probleme. Die falsche Wahl kostet Sie entweder Geld (Sie bezahlen leeren Aufliegerraum) oder Verlässlichkeit (Umschlagverzögerung auf einer zeitkritischen Sendung). Dieser Leitfaden deckt jeden Blickwinkel ab: Gewichtsschwellen, Kosten je Palette, Umschlagfahrplan in unserem Hub bei Barcelona, Empfehlungen je Relation, Unterschiede in der Sendungsverfolgung, zollrechtliche Folgen, Branchenbeispiele und ein Entscheidungsbaum, den Sie bei jeder Buchung durchgehen können.
15 Min. Lesezeit
Gewichts- und Volumenschwellen: wann die Rechnung für die Komplettladung aufgeht
Der Kipppunkt
Ein europäischer Standard-Planenauflieger bietet 13,6 Lademeter Ladefläche und rund 33 Europalettenstellplätze. Sobald Ihre Ladung mehr als die Hälfte davon füllt — etwa 7 Lademeter oder 16 bis 17 Paletten —, beginnt sich die Komplettladung zu rechnen. Darunter bezahlen Sie Luft.
Beim Gewicht ist es ähnlich. Ein voller Auflieger trägt bis zu 24 Tonnen Nutzlast. Wiegt Ihre Sendung 12 Tonnen oder mehr, fällt der Kilopreis der Komplettladung auf den meisten Relationen unter das, was Sammelgut bieten kann.
Volumen oder Gewicht: was entscheidet?
Sammelgut wird nach dem höheren Wert aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht berechnet (im Straßengüterverkehr üblicherweise 1 Kubikmeter = 333 kg). Leichte, aber sperrige Ware — Schaumstoffverpackungen, Hohlkörper aus Kunststoff, Textilrollen — erreicht die Volumengrenze oft vor der Gewichtsgrenze. Dann verschiebt sich der Kipppunkt: Er kann statt bei 16 schon bei 8 Paletten liegen.
Schwere, kompakte Ware — Metallteile, Chemiefässer, Glas — verhält sich umgekehrt. 20 Paletten Stahlverbindungselemente füllen allein über die Gewichtsgrenze den halben Auflieger, und damit ist die Komplettladung die offensichtliche Wahl, auch wenn die Ladefläche halb leer bleibt.
Die Grauzone: 10 bis 15 Paletten
Zwischen 10 und 15 Paletten ist keine der beiden Varianten automatisch günstiger. In dieser Größe lassen Sie sich für dieselbe Relation ein Angebot für Sammelgut und eines für die Komplettladung geben. Auf dichten Relationen wie Spanien–Deutschland oder Spanien–Frankreich gewinnt meist das Sammelgut, weil die festen Abfahrten montags, mittwochs und freitags häufige Verladefenster bedeuten. Auf Relationen mit zwei Abfahrten pro Woche kann die Komplettladung günstiger sein, weil die Wartezeit auf die Konsolidierung einen Tag kostet.
Kosten je Palette
Wie sich Sammelgut berechnet
Sammelgut wird je belegtem Lademeter Ladefläche oder je Tonne berechnet, je nachdem, was den höheren Betrag ergibt. Eine einzelne Europalette (80 × 120 cm) belegt rund 0,4 Lademeter. Die meisten Relationen ab Barcelona liegen je nach Entfernung und Abfahrtsdichte zwischen 80 und 180 Euro pro Lademeter.
Der effektive Preis je Palette im Sammelgut bewegt sich damit zwischen etwa 35 Euro (kurze Relationen mit hoher Dichte wie Spanien–Frankreich) und 90 Euro (lange Relationen mit geringerer Dichte wie Spanien–Schweden). Das sind Richtwerte; das tatsächliche Angebot hängt von Gewicht, Maßen und Vorlaufzeit ab.
Wie sich die Komplettladung berechnet
Die Komplettladung ist ein Pauschalpreis je Lkw für ein bestimmtes Start-Ziel-Paar. Der Preis ändert sich nicht, ob Sie den Auflieger vollständig füllen oder Platz ungenutzt lassen. Übliche Sätze ab Barcelona reichen von rund 1.200 Euro (kurze Strecke Spanien–Frankreich) bis 3.500 Euro (Spanien–Schweden).
Teilen Sie den Pauschalpreis durch 33 Palettenstellplätze, erhalten Sie den theoretischen Mindestpreis je Palette. In der Praxis füllen die meisten Versender 28 bis 30 Stellplätze, womit der effektive Preis je Palette das Sammelgut erst ab 16 Paletten unterbietet.
Die Ersparnisrechnung
Für eine Sendung von 6 Paletten auf Spanien–Deutschland: Sammelgut kostet vielleicht 600 bis 700 Euro insgesamt. Eine Komplettladung auf derselben Relation liegt bei rund 2.200 Euro. Die Ersparnis beträgt also etwa 60 %. Dieser Abstand schrumpft mit steigender Palettenzahl. Bei 20 Paletten kostet Sammelgut vielleicht 1.800 bis 2.000 Euro gegenüber 2.200 Euro für die Komplettladung — die Ersparnis fällt auf 10 %, und der Laufzeitvorteil der Komplettladung (kein Umschlagstopp) kann mehr wert sein als der Preisunterschied.
Umschlagfahrplan: wie der Hub bei Barcelona arbeitet
Der Konsolidierungszyklus
Unser Umschlaghub in Castellar del Vallès (Großraum Barcelona) nimmt Sammelgut aus ganz Katalonien und der Iberischen Halbinsel auf. Die Ware trifft am Vormittag ein, wird nach Zielrelation sortiert und verlässt den Hub nachmittags oder abends auf den planmäßigen Lkw.
Auf Relationen mit Abfahrten montags, mittwochs und freitags (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien) geht eine vor Annahmeschluss abgeholte Sammelgutsendung mit dem nächsten planmäßigen Hauptlauf. Auf Relationen mit zwei Abfahrten pro Woche (Österreich, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Slowakei, Schweden, Polen, Luxemburg) bleibt die Ware bis zur nächsten planmäßigen Abfahrt im Hub.
Annahmeschluss
Der reguläre Annahmeschluss für die Konsolidierung am selben Tag ist 14:00 Uhr Ortszeit im Hub bei Barcelona. Ware, die nach 14:00 Uhr eintrifft, rutscht auf die nächste Abfahrt. Für eiliges Sammelgut gibt es auf den Hauptrelationen gegen Aufschlag einen späteren Annahmeschluss um 16:00 Uhr.
Abholungen aus Madrid, Valencia und Saragossa erfolgen am Vortag der Abfahrt ab Barcelona. Der Abholplan ist so abgestimmt, dass die Ware am Morgen des Abfahrtstags im Hub ist.
Was am Cross-Dock passiert
Jede Sammelgutsendung wird entladen, gescannt, nach Relation sortiert und auf den abgehenden Auflieger umgeladen. Dieser eine Handgriff ist der Konsolidierungsschritt. Bei normaler Palettenware dauert der Vorgang 2 bis 3 Stunden. Zerbrechliches oder übergroßes Ladegut wird gegebenenfalls von Hand verladen, was Zeit kostet, aber das Schadensrisiko senkt.
Jede Palette wird bei der Annahme fotografiert und gewogen. Der CMR-Frachtbrief für den Hauptlauf bildet die konsolidierte Ladung ab. Statusmeldungen werden ausgelöst, wenn die Palette in den Hub eingeht, wenn sie auf den abgehenden Lkw verladen wird und an jedem wichtigen Wegpunkt der Strecke.
Empfehlungen je Relation: wo Sammelgut am besten passt
Beste Sammelgutrelationen (feste Abfahrten Mo/Mi/Fr, höchste Konsolidierungsdichte)
Spanien–Deutschland: feste Abfahrten montags, mittwochs und freitags (3×/Woche), 4 bis 6 Tage Laufzeit im Sammelgut. Das größte Sammelgutvolumen in unserem Netz. München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf werden alle im Mo/Mi/Fr-Takt bedient. Passt am besten zu regelmäßigen Teilsendungen mit Automobilkomponenten, Mode und verpackter Konsumware.
Spanien–Frankreich: feste Abfahrten montags, mittwochs und freitags (3×/Woche), 1 bis 2 Tage Laufzeit im Sammelgut. Die schnellste Sammelgutrelation. Paris, Lyon, Marseille, Toulouse. Ideal für kurzlebigen Nachschub, Modeauslieferungen und Industrieteile.
Spanien–Italien: feste Abfahrten montags, mittwochs und freitags (3×/Woche), 2 bis 3 Tage Laufzeit im Sammelgut. Mailand, Verona (Quadrante Europa), Bologna, Turin. Mode und Automobilteile sind die wichtigsten Warengruppen.
Spanien–Niederlande: feste Abfahrten montags, mittwochs und freitags (3×/Woche), 2 bis 3 Tage Laufzeit im Sammelgut. Rotterdam (Hafen-Cross-Dock), Amsterdam, Eindhoven (Elektronikcluster Brainport). Die hohe Konsolidierungsdichte hält die Kosten je Palette niedrig.
Spanien–Belgien: feste Abfahrten montags, mittwochs und freitags (3×/Woche), 2 bis 3 Tage Laufzeit im Sammelgut. Antwerpen (Chemiecluster), Brüssel, Lüttich. Auf dieser Relation ist Sammelgut mit ADR-Ware möglich.
Gute Sammelgutrelationen (2 bis 3×/Woche, solide Rechnung)
Spanien–Polen: 3×/Woche, 4 bis 5 Tage Laufzeit im Sammelgut. Warschau, Breslau, Posen. Wachsende Sammelgutmengen, getrieben von Automobil und Elektronik.
Spanien–Rumänien: unsere Vorzeigerelation mit festen Abfahrten montags, mittwochs und freitags (3×/Woche), 5 bis 7 Tage Laufzeit im Sammelgut. Bukarest, Cluj-Napoca, Timișoara. Das insgesamt größte Volumen, wobei die längere Laufzeit einen Teil des Kostenvorteils aufzehrt.
Relationen, auf denen meist die Komplettladung gewinnt
Spanien–Schweden: 5 bis 6 Tage Laufzeit im Sammelgut, zwei Abfahrten pro Woche. Die lange Laufzeit und die geringere Dichte machen den Kostenvorteil des Sammelguts dünner. Ab etwa 8 Paletten ist die Komplettladung je Palette meist günstiger und 1 bis 2 Tage schneller.
Spanien–Vereinigtes Königreich: die Zollabfertigung verkompliziert die Konsolidierung. Jede Partie in einer Sammelladung braucht ihre eigene Zollanmeldung, was den Papieraufwand vervielfacht. Für Ware ins Vereinigte Königreich ist die Komplettladung sauberer, außer Sie versenden regelmäßig sehr kleine Mengen.
Spanien–Schweiz: dieselbe Zolllogik wie beim Vereinigten Königreich. Sammelgut ist verfügbar, aber die Zollkosten je Partie schmälern die Ersparnis. Unter 5 Paletten gewinnt weiterhin das Sammelgut; darüber liegt die Komplettladung preislich meist besser.
Unterschiede bei Sendungsverfolgung und Transparenz
Sendungsverfolgung bei der Komplettladung
Eine Komplettladung fährt von der Abholung bis zur Zustellung auf einem einzigen Lkw. Die GPS-Verfolgung ist durchgehend — Sie sehen die Position in Echtzeit, sobald der Lkw Ihre Rampe verlässt. Aktualisierte Ankunftszeiten entstehen automatisch in festen Abständen und bei jeder Grenzüberschreitung.
Weil es keinen Umschlagstopp gibt, ist die Statuskette einfach: abgeholt, unterwegs, Grenze in Sicht, im Zielland, in Zustellung, zugestellt. Es gibt weniger Statuswechsel, aber jeder einzelne sagt mehr aus.
Sendungsverfolgung beim Sammelgut
Sammelgutsendungen haben wegen des Umschlagschritts mehr Ereignisse. Sie sehen: Abholung bestätigt, Eingang im Hub bei Barcelona, auf den abgehenden Lkw verladen, unterwegs, Eingang im Zielhub (sofern zutreffend), in Zustellung, zugestellt.
Die zusätzlichen Ereignisse im Umschlaghub bestätigen Ihnen, dass Ihre Ware angefasst und verladen wurde, was manche Versender ausdrücklich schätzen. Der Preis dafür: Zwischen Hubabfahrt und Zustellung kommen die Meldungen im selben Takt wie bei der Komplettladung.
Sammelgut und Komplettladung laufen über dieselbe Plattform. Der Unterschied ist betrieblich, nicht technisch — die Werkzeuge sind unabhängig von der Versandart dieselben.
Zollrechtliche Folgen auf Drittlandsrelationen
Vereinigtes Königreich (nach dem Brexit)
Jede Partie, die die britische Grenze quert, braucht ihre eigene Ausfuhranmeldung (spanische Seite) und Einfuhranmeldung (britische Seite). Auf einer Komplettladung mit der Ware eines einzigen Versenders bedeutet das eine Ausfuhr-MRN und eine britische Einfuhranmeldung — unkompliziert.
Auf einem Sammelgutzug mit Ware mehrerer Versender braucht jede Partie ihr eigenes Anmeldepaar. Der Lkw führt mehrere MRN mit, und der britische Zollagent reicht mehrere Anmeldungen ein. Das ist betrieblich schwerer und kann die Abfertigung verzögern, wenn eine einzige Partie ein Dokumentenproblem hat, das den ganzen Lkw festhält.
Unser zollbetreuter Verkehr ins Vereinigte Königreich erledigt den Papierkram für mehrere Partien, aber die Zollkosten je Partie bedeuten, dass Sammelgut dorthin einen Zollaufschlag je Sendung trägt. Wer regelmäßig weniger als 4 Paletten schickt, fährt mit Sammelgut insgesamt weiterhin günstiger. Ab 4 Paletten lassen Sie sich beide Angebote geben.
Schweiz
An der Schweizer Grenze gilt dasselbe Prinzip — jede Partie auf einem Sammelgutzug braucht ihre eigene Schweizer Einfuhranmeldung, eingereicht von unserem zugelassenen Schweizer Zollagenten. Der Schweizer Zoll arbeitet zügig, doch mehrere Anmeldungen je Lkw kosten Geld und bergen ein kleines Zeitrisiko.
Die Schweiz erhebt zusätzlich die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA), die je Lkw anfällt, unabhängig vom Füllgrad. Bei der Komplettladung geht die LSVA in einen einzigen Sendungspreis ein. Beim Sammelgut wird sie auf die Partien umgelegt, sodass der LSVA-Anteil je Palette steigt, wenn der Lkw weniger Sammelgutsendungen trägt.
Branchenbeispiele: wer was wie verlädt
Automobil: JIT verlangt die Komplettladung, Nachschub passt zum Sammelgut
Tier-1-Zulieferer, die direkt an OEM-Montagelinien liefern (VW Wolfsburg, BMW München, Stellantis Turin), fahren fast immer Komplettladung. Ein Bandstillstand in einem Automobilwerk kostet Zehntausende Euro pro Stunde. Keine Ersparnis im Sammelgut rechtfertigt dieses Risiko.
Derselbe Zulieferer kann Ersatzteile an Aftermarket-Verteilzentren aber bequem im Sammelgut schicken. Ersatzteile sind nicht JIT-kritisch, die Mengen sind kleiner, und die 1 bis 2 Tage zusätzliche Laufzeit spielen für einen Lagernachschub keine Rolle.
Mode: Saisonspitzen brauchen die Komplettladung, der laufende Nachschub geht im Sammelgut
Modemarken, die eine Saisonkollektion im europäischen Handel ausrollen, brauchen in der Startwoche die Komplettladung — das Volumen ist hoch, die Liefertermine stehen fest, und ein verpasster Regaltermin kostet den Abverkauf der ganzen Saison.
Zwischen den Kollektionen versendet dieselbe Marke wöchentlichen Nachschub von 3 bis 8 Paletten je Ziel. Das ist Sammelgut aus dem Lehrbuch: regelmäßig, planbar, preisempfindlich, laufzeittolerant. Viele unserer Modekunden wechseln je nach Kalender zwischen beiden Varianten.
Unterhaltungselektronik und Technologie
Hochwertige Elektronik (Komponenten für ASML in Eindhoven, Halbleiterausrüstung) tendiert aus Sicherheits- und Handhabungsgründen zur Komplettladung, selbst bei kleinen Mengen. Die Ware ist zu wertvoll, um sich einen Auflieger zu teilen.
Unterhaltungselektronik (Telefone, Zubehör, Peripherie) für Verteilzentren fährt routinemäßig im Sammelgut. Das Volumen ist stetig, die Ware gut verpackt, und die Handhabung am Cross-Dock unterscheidet sich nicht von einer Lagerkommissionierung.
Chemie und Gefahrgut
Die ADR-Zusammenladeverbote sind der entscheidende Faktor. Manche ADR-Klassen dürfen sich den Auflieger nicht mit anderem Gefahrgut teilen, was die Komplettladung erzwingt. Wo die Trennvorschriften eine gemeinsame Verladung zulassen (etwa Klasse 9, Lithiumbatterien, neben Nicht-ADR-Ware), ist Sammelgut möglich und wirtschaftlich.
Unser Hub bei Barcelona verfügt über ADR-qualifizierte Handhabung und Lagerung für die Konsolidierung verträglicher Klassen. Das bietet nicht jeder Sammelgutbetrieb — auf der Chemierelation nach Antwerpen und der Batterierelation nach Breslau ist das ein handfester Unterschied.
Entscheidungsbaum: so wählen Sie bei jeder Buchung
Schritt 1: Menge prüfen
Zählen Sie Ihre Paletten und wiegen Sie Ihre Sendung. Ab 16 Paletten oder 12 Tonnen gehen Sie zur Komplettladung — die Rechnung ist eindeutig. Bei 1 bis 9 Paletten und unter 6 Tonnen gehen Sie zum Sammelgut. Liegen Sie zwischen 10 und 15 Paletten, weiter zu Schritt 2.
Schritt 2: Abfahrtsdichte der Relation prüfen
Liegt Ihr Ziel auf einer Sammelgutrelation mit drei Abfahrten pro Woche (Mo/Mi/Fr: Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Rumänien)? Dann ist Sammelgut wahrscheinlich günstiger und geht mit der nächsten planmäßigen Abfahrt. Ist es eine Relation mit zwei Abfahrten pro Woche (Österreich, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Slowakei, Schweden, Luxemburg)? Dann prüfen Sie, ob die nächste Abfahrt zu Ihrem Lieferfenster passt. Passt sie nicht, erspart Ihnen die Komplettladung die Wartezeit.
Schritt 3: Kritikalität der Zustellung prüfen
Ist es eine JIT-Lieferung an eine Produktionslinie? Komplettladung. Ist es ein fester Einführungstermin im Handel, der nicht verrutschen darf? Komplettladung. Ist es Lagernachschub mit flexiblem Ankunftsfenster? Dann ist Sammelgut richtig.
Schritt 4: Zollstatus prüfen
Liegt Ihr Ziel in der EU? Dann hat der Zoll keinen Einfluss auf die Wahl. Liegt es im Vereinigten Königreich oder in der Schweiz? Dann rechnen Sie den Zollaufschlag je Partie beim Sammelgut ein. Unter 4 Paletten gewinnt meist weiterhin das Sammelgut. Darüber lassen Sie sich beide Angebote geben.
Schritt 5: ADR-Anforderungen prüfen
Ist Ihre Ware ADR-pflichtig? Prüfen Sie, ob die Zusammenladeverbote eine gemeinsame Verladung erlauben. Wenn ja, ist Sammelgut möglich. Wenn nein, ist die Komplettladung unabhängig von der Menge zwingend.
Schritt 6: beide Angebote anfordern
Im Zweifel fordern Sie beide an. Unsere Disposition legt Ihnen für dieselbe Sendung das Angebot für Sammelgut und das für die Komplettladung nebeneinander. Beide enthalten Laufzeit, Preis und Abfahrtsplan, sodass Sie direkt vergleichen können. Nutzen Sie unsere Seite /quote für einen Richtwert und fordern Sie dann das verbindliche schriftliche Angebot an, das innerhalb von 15 Minuten kommt.
Verwandte Leitfäden
Stückgut oder Komplettladung ab Spanien: wonach entscheide ich?
Nehmen Sie Stückgut, wenn die Sendung unter 10 Paletten oder unter 8 Tonnen liegt und ein bis zwei Tage mehr Laufzeit vertretbar sind. Nehmen Sie die Komplettladung, wenn Sie eigenen Laderaum brauchen, der Termin kritisch ist, die Ware nicht beigeladen werden darf, oder ab 10 Paletten. Beides ist auf allen 16 Korridoren ab Spanien möglich.
- •Stückgut: wirtschaftlich unter 10 Paletten oder 8 Tonnen
- •Komplettladung: eigener Lkw, kürzeste Laufzeit, keine Beiladung
- •Stückgut braucht in der Regel ein bis zwei Tage mehr
- •Beide Optionen auf allen 16 Korridoren ab Spanien
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